
Verstehen, ohne einverstanden zu sein
Elterngespräche zwischen Scham und Abgrenzung mit dem lösungsorientierten Ansatz
Eltern melden sich schneller, fragen genauer nach und sagen direkt, wenn sie nicht einverstanden sind. Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, keine Schulfrage – aber sie trifft Lehrpersonen an einer Stelle, auf die kaum jemand vorbereitet wurde: das Gespräch, in dem die eigene Kompetenz infrage gestellt wird.
An diesem Kurstag arbeitest du an deinem eigenen Fall. Du lernst, Vorwürfe als Signal zu lesen, die Schamspirale zu unterbrechen, ein Elterngespräch strukturiert zu führen – und dich abzugrenzen, wenn eine Beziehung nicht mehr zu retten ist.
InhalteInhalteDer Kurstag besteht aus fünf Anstössen. Nach jedem Anstoss arbeitest du an deinem eigenen Fallbeispiel weiter.
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| Daten Datum:
Ort:
Anreise mit dem Auto:
Anreise mit dem ÖV:
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| Leitung: Sekundarlehrer und LOA-Trainer ZLB Schweiz.
Über zwanzig Jahre Schulerfahrung. Autor des Kartensets «Lösungsorientiertes Elterngespräch». |
Philosophie & ZielgruppePhilosophieDer lösungsorientierte Ansatz stellt eine Annahme an den Anfang: Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Auch dann, wenn ihr Verhalten uns stört, unangemessen wirkt oder verletzt. Wer diese Annahme ernst nimmt, liest Widerstand nicht als Angriff, sondern als Signal – und wechselt in eine Haltung des Nichtwissens: Was ist diesen Eltern wichtig? Woran würden sie merken, dass sich etwas verbessert hat?
Es gibt zwei Arten zu verstehen. «Ja, Sie haben recht» ist die eine. «Ja, so kann man das auch sehen» ist die andere. Die zweite reicht in den meisten Elterngesprächen – und sie kostet nichts.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Scham. Sie ist das Gefühl, das Elterngespräche am häufigsten kippen lässt, und sie wird selten benannt. Wer sie erkennt, bei den Eltern und bei sich selbst, kann die Eskalation unterbrechen, bevor sie beginnt. Und drittens gehört zur Professionalität, die eigene Grenze zu kennen. Nicht jede Beziehung lässt sich retten. Dann ist es richtig, sich zu schützen und Unterstützung zu holen – statt weiter Energie in ein Gespräch zu investieren, das nicht mehr geführt werden kann. ZielgruppeLehrpersonen aller Stufen, Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Schulleitungen, Schulsozialarbeit – alle, die Elterngespräche führen und dabei manchmal an Grenzen kommen. Der Kurs eignet sich auch für zwei Personen aus demselben Schulhaus: Abgrenzung gelingt leichter, wenn das Team dieselbe Sprache spricht. |
| Arbeitsweise Am Morgen beschreibst du eine eigene herausfordernde Situation mit Eltern in zwei, drei Sätzen und ordnest ihre Elemente nach den Einflussbereichen Kind, Familie, Schule und Umfeld. Dieses Fallbeispiel begleitet dich durch den Tag.
Die fünf Anstösse wechseln zwischen kurzen Inputs, eigenen Erfahrungen und Fallarbeit: Experimente mit Kartensets, Rollenspiele mit Vorlagen für ein echtes Elterngespräch, Vorwurfskarten, an denen du übst, aus einem Vorwurf einen Wunsch zu machen, Textarbeit in Experten- und Austauschgruppen – und zwischendurch eine Geschichte.
Nach jedem Anstoss gehst du zurück in dein Fallbeispiel. Am Ende des Tages nimmst du es bearbeitet mit nach Hause: mit einer Vermutung, welcher Wunsch hinter der Kritik dieser Eltern steht, mit zwei, drei Fragen, um ihn zu erkunden, mit einem gangbaren Weg – und mit dem Wissen, wo deine Verantwortung endet. |
| Kosten & Voraussetzungen Kosten:
Mittagessen:
Voraussetzungen:
Teilnehmende:
Anmeldeschluss:
Bestätigung:
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